Politiker vs. Lokführerstreik

Von Laura Promehl (Kl. 9/2)
Redakteurin bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Ein Tag für Schülerzeitungsredakteure bei der SPD-Fraktion in Potsdam

Es ist Dienstag, der 22.02.2011, 7:33 Uhr. Wir stehen motiviert am Bahnhof Angermünde. Wir, das sind 2 Vertreter der Schülerzeitung InVitrO, Nick Müller (8/3) und ich. Wir sind auf dem Weg nach Potsdam, zu einem Tag für Schülerzeitungsredakteure.
„Fällt aus. Ohne Ersatz“. Diesen Satz mussten viele Bahnreisende lesen und sich fragen „Warum gerade ich?“. So auch wir. Es war ein nicht einmal vollständiger Satz, der uns Sorgen bereitete. Um 10:00 Uhr hätten wir schon in Potsdam im Landtag sein müssen. Leider ist aufgrund des Streikes  der Lockführer kein Zug mehr gefahren.
Eine Stunde später erwischten wir dann durch ein zufällig mitgehörtes Gespräch einen Zug nach Berlin. Als wir dann endlich im Zug saßen, war uns schon eine Last von den Schultern genommen. Wir fragten uns aber, ob der Tag wohl so chaotisch weitergehen würde. Gott sei Dank war es nicht so. Wir erwischten wir dann in Berlin eine S-Bahn nach Potsdam.
Obwohl wir nach unserer Ankunft am Landtag um 11:30 Uhr völlig gestresst und ausgepowert waren, kamen wir nicht pünktlich zum Beginn der Veranstaltung. Wir waren eineinhalb Stunden zu spät. Dem nicht genug. Um so verschiedener die Leute waren, die uns den Weg in die Räume wiesen, umso falscher wurden die Räume. Nach diesem Landtagsmarathon half uns eine Frau, die komischerweise so schnell kam wie sie auch wieder ging. Zwischendurch wies sie uns in den richtigen Raum und half uns bei der Orientierung.
Für die anderen Teilnehmer hieß der erste Tagesordnungspunkt: „Führung durch den Landtag“. Aufgrund des Streikes und unserer verspäteten Ankunft war der Beginn für uns ein Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Ralf Holzschuher. Im Anschluss daran konnten wir uns eine richtige Pressekonferez ansehen. Es war sehr interessant, was sich Journalisten so alles trauen zu fragen.
Danach gingen wir zur Staatskanzlei. Wir redeten mit dem Innenminister Dietmar Woidke. Auch bei ihm konnten wir alles fragen und bekamen auch ein ausführliche Antworten.  Nach diesem Gespräch knurrten unsere Mägen schon sehr. Das war das Signal zum Gang zur Cafeteria der Staatskanzlei.

Innenminister Dietmar Woidke (l.), Pressesprecher Matthias Beigel (r.)
Innenminister Dietmar Woidke (l.), Pressesprecher Matthias Beigel (r.)

Mit gestopften Mägen ging es dann zum beschriebenen Highlight des Tages. Ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Dabei stellten wir fest, dass er ein sehr sportbegeisterter Politiker ist. Er guckt nicht nur gern Fußball, sondern macht auch aktiv Sport. So joggt er zum Beispiel. Diesem Sport betreibt er jeden Tag oder auch alle 2 Tage mit mehreren Kilometern. Er erzählte uns auch, dass er sich sehr für Physik und Mathematik interessiert. Anschließend hatten wir noch einen Fototermin mit ihm.
Der Ministerpräsident
Der Ministerpräsident

Alle Politiker begegneten uns sehr freundlich und aufgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen, die uns diesen Ausflug in das politische Potsdam ermöglichten.
Die ganze Gruppe mit allen Schülerzeitungsredakteuren und Herrn Platzeck
Die ganze Gruppe mit allen Schülerzeitungsredakteuren und Herrn Platzeck

 

1 thought on “Politiker vs. Lokführerstreik

  1. Ich freue mich für Laura, dass sie die Möglichkeit hatte, einen Einblick in die reale Welt des Journalismus zu bekommen und auch Kontakt mit bekannten Menschen aufnehmen konnte. So eine Chance bekommt nicht jeder, aber genau an Orten, wie dem Landtag, wo politisch wichtige Entscheidungen getroffen werden, kann jeder Einzelne erhört werden und man bekommt die Möglichkeit, etwas verändern zu können. Die Meinungsbildung über Politik und Wirtschaft findet gerade bei den Schülerzeitungen auch schon bei jungen engagierten Schülern statt. Sie sind die nächste Generation der hellen Köpfe.
    Für das Engagement von Herrn Rall soll an dieser Stelle ein großes Kompliment und Respekt ausgesprochen werden. Lehrer wie er motivieren Schüler an ihre Grenzen und darüber hinaus zu gehen.
    Lauras Bericht über ihren Ausflug empfinde ich als sehr angenehm zu lesen und gut nachvollziehbar, direkt zum „hineinversetzen“.

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