TasteMINT an der Uni Potsdam

von Sophie Hoffmann (10_I)

Jedes Jahr veranstaltet BrISaNT das Projekt „TasteMINT“ an der Uni-Potsdam.
„TasteMINT“ ist ein Projekt für Schülerinnen und setzt sich für die Chancengleichheit bei Frauen in MINT-Berufen ein.
Hanna und ich durchliefen vom 23.06. – 27.06.2014 dieses Projekt.
Jeden Tag, außer Dienstag und Mittwoch, gab es mindestens 2 Workshops, die man entweder alleine oder in einer Gruppe absolvieren musste. Wir 14 Schülerinnen erhielten für jeden Auftrag eine andere Gruppe, so dass jeder einmal mit jedem in einem Team zusammengearbeitet hat.
Es gab je einen Chemie-, Mathematik-, Technik-, Physik- und Informatik-workshop. Hinzu kam ein Auftrag, in dem von jedem einzelnen das Sozialverhalten geprüft wurde.
Während wir Schülerinnen die Aufträge in der Gruppe lösten, beobachteten uns die Tutoren und bewerteten beispielsweise unsere Frustrationstoleranz, Team- und Kommunikationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, unser Durchsetzungsvermögen u.ä.
Ein Workshop verlief mind. 60 Minuten lang. Die Experten gaben uns nur dann Hilfe, wenn wir sie zwingend brauchten.
An erster Stelle, ging es aber nicht darum, den Auftrag meisterhaft und ohne Fehler zu lösen, sondern darum seine Stärken zu beweisen. Das heißt, dass die Kriterien, wie Durchsetzungsvermögen an erster Stelle standen. Fehler waren überhaupt nicht schlimm und konnten in einem großen Feedbackgespräch behoben werden. Es ging darum sich selbst zu präsentieren, das Team von seinen Ideen zu überzeugen und gemeinsam eine Lösung zu dem Problem zu finden. Diese Lösung wurde dann in einer kleinen Präsentation vorgestellt.
 
Wie ich bereits erwähnte, haben wir am Dienstag und am Mittwoch keine Workshops an der Uni absolviert.
Am Dienstag besuchten wir das Naturkundemuseum und das Carl Zeiss Mikroskopierzentrum. Dort haben wir Insekten seziert und an lebenden Insekten den Blutkreislauf nachvollzogen. Dies machten wir beispielsweise an einem Wasserfloh, den wir mikroskopisch beobachteten.
Der Projekttag am Mittwoch fand im Herzzentrum Berlin statt.
Dort wurde uns ein kleiner Videoausschnitt einer echten Herzoperation gezeigt, welche wir später an einer Puppe mit allen Geräten, die auch im OP benutzt werden, simulierten. Außerdem erklärte uns der Dozent/Techniker der Kardiologie, wie ein Herz krank werden kann, was es für Krankheiten gibt und welche Therapien angesetzt werden können. Er verwies immer wieder auf die Forschung und auf die künstlichen Herze, die man heute erhalten kann.
Somit waren das unsere „Biologie-Tage“.
 
Uns wurde aber nicht nur etwas über die MINT-Fächer und deren Aufgaben beigebracht. Wir kamen natürlich auch mit den Tutoren in Gespräche, in welchen sie uns von dem Studentenleben und den Voraussetzungen an einer Uni erzählten.
Sie sprachen mit uns über unsere Pläne für die Zukunft und was wir erreichen wollen.
 
Dieses Projekt ist ein ganz besonderes Projekt. Es hilft nicht nur Schülerinnen Mut zu fassen und in eine männerdominierte Branche zu gehen, sondern hilft es den Zusammenhalt eines Teams hervorzuheben, obwohl man sich gar nicht kennt. Hanna und ich hatten viel Spaß bei diesem Projekt und den Schülerinnen, die naturwissenschaftlich orientiert und interessiert sind, können wir es nur empfehlen sich für nächstes Jahr zu bewerben uns mitzumachen.
Es ist eine ganz spezielle Erfahrung.
weitere Links zum Thema:
http://www.tastemint.de/mitmachen/schulen.html
http://www.brisant.uni-potsdam.de/bilder.html
 

Categories: MINT, Projekte

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