Antisemitismus heute. Alte Bilder – neue Feindschaft?

Antisemitismus heute. Alte Bilder – neue Feindschaft?
Vortrag und Diskussion mit Frau Dr. Juliane Wetzel. Sie ist promovierte Historikerin und Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Von 2009 bis 2012 war sie Mitglied des unabhängigen Expertenkreises des Deutschen Bundestages gegen Antisemitismus. Seit  2015 ist  sie Mitglied des neuen Expertenkreises Antisemitismus.

Veranstaltungsdatum: Mittwoch, 14.03.2018, 18:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Rathaussaal, Rathaus Angermünde (Markt 24, 16278 Angermünde)Anmeldung: Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung an anmeldung@boell-brandenburg.de wird zu Planungszwecken gebeten. 

Antisemitismus  wurde  in  der  deutschen  Debatte  lange  Zeit  vorrangig  im  Kontext  der NS-Vergangenheit  diskutiert. Doch halten sich antisemitische Einstellungen hartnäckig. Israelkritik,  vor  allem  in  Verbindung  mit  dem  Nahostkonflikt,  wird  oft  als  Deckmantel für  offenen  Antisemitismus  verwendet.  Es  gibt  Anschläge  auf  Synagogen,  und  viele jüdische  Einrichtungen  stehen  unter  Polizeischutz.  Antisemitismus  tritt  auch  als scheinbar  neue  Herausforderung  auf,  wenn  antisemitische  Einstellungen  pauschal  bei Migrant/innen  oder  Geflüchteten  aus  muslimischen  Ländern  verortet  werden.  Besonders  das  Internet  und  die  sozialen  Medien  schaffen  zudem  einen  neuen Resonanzraum  für  alte  Vorurteile  und  Verschwörungstheorien.  Mit  der  Historikerin Juliane Wetzel sprechen wir über Kontinuitäten und Entwicklungen der Konstruktion des Juden  im  Antisemitismus.  Woher  kommt  der  Hass  auf  Juden?  Wie  steht  es  um antisemitische Einstellungen in der „Mitte“ der Gesellschaft und wie nehmen Betroffene den  aktuellen  Antisemitismus  wahr?  Welche  zivilgesellschaftlichen  Möglichkeiten bestehen zur Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus?

Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Heinrich Böll Stiftung und dem Angermünder Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt statt.
 
Die Veranstaltungsreihe ist Teil des Projektes CUCHA – Cultural Challenges – Fairness und Verantwortung für unsere Kommunen”. Sie findet in Kooperation mit der Stadt Cottbus statt und wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.
Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

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