Goodbye Steve!

Von Alexander Rösnick (Kl. 9/2)
Redakteur bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Nun ist es endlich so weit, das neue iPhone ist auf dem Markt. Der Verkauf startete am 14. Oktober 2011. Die Apple Aktien steigen und steigen und Apple ist das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. Natürlich freut das die Konkurrenz überhaupt nicht. Der Kampf um die Kunden in der Computerbranche ist heißer denn je.
Doch ein Ereignis überschattet die großen Erfolge der Firma und den Konkurrenzkampf. Es ist der Tod des unglaublichen Erfinders Steven Paul Jobs, auch genannt Steve Jobs.  Erst im August hatte er die Führung der Firma an Tim Cook abgegeben. Am 5. Oktober starb er an den Folgen seines Bauchspeicheldrüsenkrebses.

Steve Jobs auf der Worldwide Developers Conference 2010 (Fotograf: Matt Yohe, Lizenz, Urheber und Quelle am Ende des Artikels)

Damit geht eine Ära zu Ende. Auch für mich persönlich bedeutet der Tod von Steve Jobs etwas. Es zeigt umso mehr, dass jedes Leben auf dieser Erde vergänglich ist. Wenn selbst jemand wie Steve Jobs, einer der reichsten und erfolgreichsten Menschen, kreativ und revolutionär, mit 56 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs stirbt, dann sollte einem das zu denken geben.

Weltweit trauern Applefans vor den Apple Stores rund um den Globus und Tausende pilgern  zu Jobs Haus, trauern dort und legen Blumen nieder. Die ganze Welt nimmt Abschied von einem großen Visionär und Erfinder, der sein ganzes Leben der Firma widmete. Sein Leben war die Firma und mit seinem Tod stirbt auch ein Teil von Apple.

Trauer am Apple Store in Frankfurt am Main nach Steve Jobs Tod, fotografiert am 6. Oktober 2011 (Fotograf: Thomas Wolfe, Lizenz und Link am Ende des Artikels)

Als ich am 5. Oktober, einem Mittwochmorgen, aufwachte und die Nachricht von seinem Tod erfuhr, war ich durcheinander. Ich hatte gerade angefangen, mich mit Apple anzufreunden, mir mein MacBook und ein iPhone gekauft und überhaupt erst gelernt, wer er überhaupt ist. Irgendwie war er mir sympathisch, der Apple Mann.
Nachdem ich also gerade erst erfahren hatte, wer er ist, war er schon wieder verschwunden. Sehr viele Menschen trauerten um diesen Verlust, auch ich, in gewisser Weise. Selbst die anderen Firmen trauern und der Konkurrenzkampf stand für einige Zeit still. Barack Obama sagte: „Die Welt hat einen großen Visionär verloren!“.
Doch um nicht nur über Steve Jobs Tod zu reden, möchte ich hier auch auf sein Leben zurückblicken. Der erste Apple Computer entstand in Steve Jobs Garage, in der er gemeinsam mit einigen Freuden die ersten Rechner baute. Diese Rechner hatten ein Holzgehäuse und erinnerten ein wenig an Apfelkisten, daher wahrscheinlich der spätere Name Apple. Steve Jobs war es auch, der den ersten Computer mit Maus und grafischer Oberfläche entwarf und auf den Markt brachte.
Viele wisssen nicht, dass Steve Jobs zwischenzeitlich gefeuert wurde und die Firma Next gründete. Sie war jedoch nicht sehr erfolgreich. Wenige Jahre später kam er zurück und rettete Apple vor dem Konkurs. Damit war das Unternehmen, wie wir es heute kennen, geboren.
Steve Jobs hat unser Leben durch seine Ideen revolutioniert. Er hat die Computer nicht aus der Sicht eines Spezialisten, sondern aus der Sicht eines Users (Benutzers) gebaut und das machte und macht ihn sympathisch.
In Gedenken an Steve Jobs
24. Februar 1955 – 5. Oktober 2011

Gedanken, Erinnerungen und Beileidsbekundungen können über rememberingsteve@apple.com geteilt werden.

 

Bildlizenzen, Urheber und Fotografen:
1. Foto: Steve Jobs … , creative commons 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0), MetalGearLiquid, based on File:Steve_Jobs_Headshot_2010-CROP.jpg made by Matt Yohe.
2. Foto: Trauer am Apple Store …, creative commons 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0), fotografiert von Thomas Wolfe www.foto-tw.de.

 

12 thoughts on “Goodbye Steve!

  1. Wow, Alexander.
    Als ich den Artikel las, hatte ich Gänsehaut.
    Meinem Eindruck nach sollte der Artikel nachdenklich machen und das hast du mit deiner Wortwahl sehr wohl erreicht.
    Auch die Bilder sind sehr gut gewählt.
    Goodbye Steve!

  2. Er war und ist wirklich ein Genie, was Kreativität angeht.
    Der 5. Oktober war wirklich ein Tag zum Weinen.
    Der Artikel hat guten Gänsehaut-Effekt, wie Laura schon erwähnt hat.
    Super gut geschrieben! (:
    Ich zitiere aus deinem Artikel: „In Gedenken an Steve Jobs“.

  3. Toller Artikel,
    super geschrieben,
    vor allen Dingen, weil ich vorher auch nicht wirklich wusste,
    wer Steve Jobs war …

  4. Ein wirklich toller Artikel.
    Es war wirklich ein schlimmer Tag, an dem die Welt ein Genie wie Steve Jobs verloren hat. Ich meine, heutzutage geht kaum jemand mehr ohne iPod oder iPhone aus dem Haus. Er hat die Welt zum Positiven verändert und solche Menschen gibt es nur wenige auf der Welt.
    Er macht mich echt nachdenklich. Wie wäre es heute, wenn es Steve Jobs nie gegeben hätte? Hätten wir dann Dinge wie iPad und Co.? Ich denke nicht. Doch würde das Leben dann genauso viel Spaß machen wie mit Knopf im Ohr?

  5. Es ehrt dich, dass du dir die Mühe gemacht hast, einen solchen Artikel zu verfassen.
    Leider kann ich mich den bisherigen Kommentaren nicht recht anschließen. Ich habe überhaupt keine „Gänsehaut“ beim Lesen bekommen. Für mich ist der Artikel ein bisschen zu oberflächlich. Du nennst zwar die Eckdaten seiner Karriere, aber gehst überhaupt nicht auf die Persönlichkeit Steve Jobs ein.
    Außerdem leuchtet mir auch dein persönliches Verhältnis zu ihm nicht ein. Hier ein Beispiel: „Nachdem ich also gerade erst erfahren hatte, wer er ist, war er schon wieder verschwunden.“ Viele Apple-Fans vergessen, dass da nicht nur ein genialer Firmenchef mit revolutionären Erfindungen gestorben ist, sondern auch ein großartiger Mensch.

  6. Na was wolltest du denn mit dem Satz sagen? Meinst du Steve Jobs kennengelernt zu haben, nun da du ja zwei seiner Produkte besitzt? Und: Schreib doch mal bitte, was dich dazu gebracht hat, einen solchen Artikel zu schreiben!

  7. Ja ja, Jobs war ein großartiger Mensch, immerhin hat er im asiatischen Raum vielen Menschen einen Traumjob ermöglicht …

  8. Es erfreut mich in diesem Kontext, auch einige kritische Bemerkungen bezüglich der Person Steve Jobs lesen zu dürfen. Hierbei sei konkret auf die angedeutete Zulieferindustrie in Asien Bezug genommen, die Beschäftigte teilweise unter miserablen Bedingungen für Apple einzelne Bauteile anfertigen lässt. In diesem Zusammenhang schließlich kam dem iPhone-Produzenten Foxconn kürzlich mediale Aufmerksamkeit zu, dessen Angestellte aus unerträglichem Leistungsdruck oftmals den Freitod wählten. Auch jenen Menschen sollte hier einmal gedacht werden, auf deren Arbeitskraft (und Blut) letztlich der Erfolg verschiedener Apple-Produkte gründet.
    Sicherlich zählte Steve Jobs zu den kreativsten Unternehmern der Gegenwart, doch wird hier bereits des Pudels Kern offenbar. Als Unternehmer bestand dessen natürliches Ziel im Streben nach finanziellem Gewinn, den letztlich steigende Verkaufszahlen gewährleisteten. Der Kult um Appel erscheint aus dieser Perspektive betrachtet als bloße Firmenideologie, um den Verkauf anzutreiben und die Profite zu maximieren. In gewissem Umfang ist derartiges Verhalten kaum verwerflich, entspricht es doch gänzlich dem Kapitalismus und bildet somit einen weitgehenden Konsens unserer heutigen Wertegemeinschaft. (Die Bewertung dieser Entwicklung bleibt jedem selbst überlassen.) Mit Steve Jobs starb somit einer der erfolgreichsten Unternehmer im frühen 21. Jahrhundert, der objektiv betrachtet nur einen Menschen unter etwa 7 Milliarden weiteren darstellte.
    Die Trauer um verstorbene Personen stellt nun per se ein nachvollziehbares Verhalten dar, bildet der Tod doch eine grundlegende Zäsur im Leben aller (unabhängig von religiösen Verpflichtungen). Die hier und global ausgedrückte Betrübnis scheint jedoch mehrheitlich auf das unternehmerische Wirken abzuheben, zeichneten Jobs doch weder hervorragende karitative Leistungen aus noch verband ihn eine persönliche Beziehung mit den weltweit Trauernden.
    Nachdenklich sollte in diesem Zusammenhang allerdings die Tatsache stimmen, wie selbstverständlich und geräuschlos der Kapitalismus mittlerweile den Zeitgeist diktiert und somit jugendliche Bewegungen beeinflusst. Welche Zuschreibung erklärte sonst das Phänomen, dass ein Unternehmer mit innovativem Geschäftsmodel einem Götzenbild oder Idol gleiche Verehrung findet?

  9. Ein Programm-Hinweis zu Steve Jobs, Apple u.s.w.: http://www.einsteingym.de/?p=9314

  10. Interessanter Artikel, ansprechend geschrieben. Sehr gut finde ich, dass du es aus deiner Sicht und mit deinen Gefühlen geschrieben hast.
    Nur leider bin ich wahrlich kein Fan von Apple und von Steve Jobs. Dieser Mann ist in meinen Augen kein Genie und kein guter Mensch. Sicherlich war er einfallsreich und hat die digitale Welt um Welten bewegt. In welche Richtung, Stichworte Gängelung, Datensammelwut, itunes-Problem und der Zensur der Apps auf allen Ebenen, sei einmal dahingestellt.
    Die Firma Apple und somit auch ihr Mitbegründer Steve Jobs beuten Menschen in China unter menschenunwürdigen Bedingungen aus, und das nicht erst seit gestern. Apple gibt das sogar offen in Unternehmensberichten zu, aber ändern möchte man daran wohl nichts. Und auch die Preispolitik ist mir schleierhaft. So werden zum allergrößten Teil die Dollarpreise einfach mit einem Euro-Zeichen versehen, und schwups hat man gleich noch mehr Gewinnmarge. Sorry, aber ich unterstütze diese Form der Unternehmenspolitik definitiv nicht!
    http://www.youtube.com/watch?v=T8M6XCwlj7s&feature=related

  11. Lieber Alexander,
    deinen Darstellungen sind im Wesentlichen zwei Kernaussagen zu entnehmen:
    1.) Kritik an bereits Verstorbenen ist unzulässig.
    2.) Kritik an Personen ist nur dann zulässig, wenn die eigene Erfahrung sowohl kritisierte Person als auch deren Wirken unmittelbar erfassen konnte.
    Beiden Aussagen trete ich vehement entgegen.
    1.) Deine erste These erscheint wenig plausibel, widerspricht diese doch menschlicher Gewohnheit und somit alltäglicher Praxis. Befreit der Tod tatsächlich von jedweder Kritik? Betrachte nur einmal beispielhaft deinen wöchentlichen Geschichtsunterricht, dessen wesentliches Fundament eine kritische Bewertung verstorbener Personen darstellt. Handeln Historiker oder Geschichtslehrer damit unmoralisch?
    2.) Die zweite These erweist sich ebenso als angreifbar, obschon dieser in gewandelter Form eingeschränkt Geltung zukommen kann. Dieser Fall tritt ein, wenn bezüglich eines Menschen auch keinerlei verbürgte und verlässliche Informationen vorliegen. Erfolgt Kritik an lebenden oder bereits verstorbenen Personen, sollte diese grundsätzlich auf soliden und legitimen Kenntnissen fußen. Eine sachliche und objektive Beurteilung verbietet sich dann durchaus, wenn keine fundierten Angaben zur Verfügung stehen. Nun kann dieser Fall bezüglich meiner obigen Bemerkungen kaum Anwendung finden, entstammen die Angaben doch öffentlich rechtlichen Medien. Sollten diese allerdings irren, könnte deine Kritik wohl zutreffen.
    Abschließend stimme ich mit dir überein, dass kein Zweck eine bewusste und gezielte „Ausbeutung“ von Menschen rechtfertigen kann. Derartiges Verhalten ist schlichtweg unentschuldbar. Sollten insofern betroffene Arbeiter vor Ort von den erhöhten Preisen verschiedener Apple-Produkte profitieren, können diese gerne auf hohem Niveau stagnieren und meinethalben auch steigen.

  12. Ich möchten den Ausführungen von Robin gern zustimmen.
    Die Frage ist doch, wer, wenn denn nicht Steve Jobs, ist für diese Zustände und die Ignoranz der Firma und die Heuchelei verantwortlich? Da werden hochpreisige Elektronik-Produkte unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Warum muss man so etwas unterstützen? Aber Apple ist ja in der Fraktion der Ausbeuter in bester Gesellschaft mit Nike usw..
    In China sterben die Menschen für unsere Spielzeuge und in der Türkei sterben junge Männer in meinem Alter (24) an einer sich auflösenden Lunge. Alles nur, weil sie teure Markenjeans für den perfekten Used-Look mit Sandstrahlern bearbeitet haben. Und ich rede hier nicht von irgendwelchen billigen Jeans von KiK, H&M, Zara oder sonst woher. Nein, ich rede von Jeans die gern mal 240 € und mehr kosten.
    Herzlich Willkommen in unserer scheinheiligen Gesellschaft. Sorry, aber wie kann man denn sowas unterstützen?
    Wie kann man solche Leute, die für sowas offensichtlich verantwortlich sind auch noch zu Helden und Errettern der modernen Gesellschaft stilisieren? Das verstehe ich nicht! Beim besten Willen nicht. Er ist auch nicht der Messias der digitalen Welt. Nein, er ist der Gott der Gängelung, der Kontrolle, kurzum, der Gott des digitalen Diktats.
    Das Problem ist nur, dass die Menschen, die auf den Straßen, im Cafe, in der U-Bahn und auf der Arbeit ihr iPhone, iPad und MacBook auspacken, es nicht sehen, in welche Abhängigkeit sie sich begeben und wie sie sich in ihrer Nutzung gängeln lassen. Sie sind eben vom Glanz, vom Lifestyle-Faktor der Produkte und vom Status geblendet.
    Und ich glaube, dass man, Gott hab ihn selig, auch einen Steve Jobs nach seinem Tod kritisieren kann. Revisionismus bringt definitiv keinem etwas!

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