Tatort: Terrakottafliesentisch

Text: Lucas Zaeske (Kl. 9/2)
Gastredakteur bei InVitrO – Die Schülerzeitung im Schaukasten und im Internet
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Einige Schüler haben im Rahmen der Projektwoche 2016 im Projekt „Gemeinsames Fotografieren & Schreiben“ Geschichten geschrieben. In diese mussten sie 15 verschiedene Substantive einbauen, die sie sich hauptsächlich selbst auswählten: Tatort, Sonne, Keks, Juniziege, Kackstuhl, Gemälde, Video, Parship, Tubeclash, Zensur, Terrakottafliesentisch, Fixer, Tesafilm, Minecraft und Waffenschein. Drei dieser Geschichten wollten wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten.

Die Sonne schien. Es war früher Morgen als die Polizei den Tatort erreichte. Der Chef tauchte seinen Keks in die Milch, biss ab und fragte mit lauter, rauer Stimme: „Wo ist der Kackstuhl?“

Während der Chef sein Geschäft verrichtete, nahmen die anderen Polizisten Tesafilm, um die Fingerabdrücke vom Gemälde festzuhalten. Die Spurensicherung machte Videos vom Tatort und einer sagte: „Wir müssen die Leiche zensieren.“ Von weiter hinten kam ein lautes Stöhnen: „Mann ey… immer diese scheiß Zensur!“ Als der Chef fertig war, durchkämmten sie den Rest des Hauses. Sie fanden den Fixer mit einem Messer in der Brust.

Alle gingen in der Nachbarschaft herum, um Zeugen zu suchen. Irgendwer musste sich ja finden. Sie zeigten ihren Dienstausweis und befragten die Leute. Heraus kamen aber nur Antworten wie: „Tut mir leid. Ich habe Minecraft gezockt.“ oder „Nein, ich habe die neueste Episode von Tubeclash geguckt. Da kann ich doch nichts hören, wenn ich Kopfhörer aufhab.“

Als sie dann nochmals das Haus durchsuchten, fanden sie eine Falltür, die in einen geheimen Keller führte. Der PC war an. Im Internet war ein Tab von Parship offen. Juniziege 96 hat er sich also genannt. In einem weiteren Raum fanden sie eine gefälschten Waffenschein und viele verschiedene Waffen, die von Kleinkaliber bis 40mm reichen.

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